BTE mahnte mangelnden Datenschutz schon im Jahre 2011

BTE mahnte mangelnden Datenschutz   bereits am 13.9.2011

Der Bundesverband des deutschen Textileinzelhandels (BTE) warnte im Sommer 2011 seine Mitglieder vor einem zu nachlässigen Umgang mit dem Datenschutz. Es drohen Bußgelder im vier- bis fünfstelligen Bereich.

 

Zudem warnt der BTE vor unseriösen Anwälten, die Kontrollanrufe tätigen und nach dem Datenschutzbeauftragten zu fragen, um anschließend kostenpflichtige Abmahnungen in Höhe von 925 EUR zu verschicken.

 

Seit dem 1. September 2009 gelten die neuen Richtlinien zum Schutz von Mitarbeiter- und Kundendaten, die vor allem im Mittelstand nicht beachtet wurden. So ist vielfach unbekannt, dass jedes Unternehmen einen Datenschutzbeauftragten bestellen muss, wenn im Geschäft eine Videoüberwachung vorhanden ist. Wenn mindestens zehn Personen inklusive Inhaber und Geschäftsführer im gesamten Unternehmen mit automatisierter Datenverarbeitung beschäftigt sind, ist ebenfalls ein Datenschutzbeauftrgter erforderlich. Dazu zählen auch die Mitarbeiter, die an der Kasse Zahlungen mit Scheckkarte oder Kreditkarte abwickeln.

 

Da der Datenschutzbeauftragte wegen einer möglichen Interessenkollision weder als Inhaber und Gesellschafter noch in leitender Funktion im Unternehmen tätig sein darf, müssen kleinere Unternehmen meist eine externe Datenschutzbeauftragten suchen. Hinzu kommt, dass viele Unternehmen laut BTE nicht wissen, dass sie ein Datenschutz-management einrichten, ein datenschutzrechtliches Verfahrensverzeichnis sowie eine Dokumentation in Form eines Datenschutzhandbuches erstellen müssen. Sie sollen Mitarbeiter über den richtigen Umgang mit Daten unterrichten und auf das Bundesdatenschutzgesetz verpflichten.